Gemeindezentrum und Dorfplatz

Für die Planung des gemeindlichen und kirchlichen Zentrums mit dem Saal «Heinrich von Hünenberg» und der Kirche Heilig Geist war ein Architekturwettbewerb durchgeführt worden, der vom Architekturbüro Paul Weber, Zug, gewonnen wurde.

Bei der Eröffnung des Zentrums im November 1975 zählte Hünenberg rund 2‘000 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Einwohnerzahl wuchs bis ins Jahr 1996 auf über 6‘500. Deshalb und weil die Gemeinde für das gesellschaftliche Leben zusätzliche Räumlichkeiten benötigte, beschloss die Gemeindeversammlung vom 16. September 1996, den Saal zu erweitern und einen Dorfplatz zu gestalten.

Die Erweiterungen betrafen vor allem das Foyer, das vergrössert und mit einer Glasfront Richtung Westen versehen wurde sowie das markante rotfarbene Garderobegebäude an der Zentrumstrasse. Mit dem Dorfplatz wurde ein Bindeglied zwischen dem Dorf und dem gemeindlichen Zentrum geschaffen. Vorher befand sich hier eine landwirtschaftlich genutzte Wiese.

Am 15. November 1997 konnte das von den Architekten Toni und Josef Käppeli, Cham, realisierte Projekt der Bevölkerung übergeben werden. Gleichzeitig war auch das neue Oberstufenschulhaus Ehret C eingeweiht worden.

Weitere Informationen zum Gemeindezentrum

 Begegnungszonen

Bei der Planung des Hünenberger Dorfkernes Ende der 1980er-Jahre wurde der Verkehrssicherheit hohe Priorität eingeräumt.

Die Parkierungsanlagen wurden vorwiegend unterirdisch erstellt. Die Gassen wurden verkehrsarm gestaltet und als Wohnstrasse signalisiert. Auf Grund einer neuen Verordnung wurden die Wohnstrassen neu als Begegnungszone bezeichnet.

Der Dorfkern entwickelte sich dank dieser Planung zu einer attraktiven und begehrten Wohnlage.

Der Dorfplatz mit dem Dorfbrunnen hat einen besonderen Charakter. Als Treffpunkt der Bevölkerung ist er jahrein, jahraus beliebt, und Ihre Gäste werden einen Apéro oder eine Marktplatz-Veranstaltung in dieser einzigartigen Kulisse geniessen.

Tempo-30-Zone

Als eine der ersten Gemeinden der Zentralschweiz führte Hünenberg in den Wohnquartieren – dort wo es möglich war – flächendeckend Tempo 30-Zonen ein. Auf den Durchgangsstrassen wurde die Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h belassen.

Damit konnten wichtige Weichen bezüglich Verkehrssicherheit und hoher Wohnqualität gestellt werden.

Gemeindepartnerschaften

Banska Stiavnica, Slowakei

Banska Stiavnica An der Gemeindeversammlung vom 14. Dezember 1998 war der Beitritt der Gemeinde Hünenberg zur Schweizerischen Vereinigung für den Rat der Gemeinden und Regionen Europas beschlossen worden. Gleichzeitig war der Gemeinderat ermächtigt worden, bei Gelegenheit mit einer geeigneten europäischen Stadt oder Gemeinde eine Partnerschaft einzugehen.

Nachdem auch die röm.-kath. Pfarrei im Hinblick auf ihr 25-Jahr-Jubiläum im Jahr 2005 eine Verbindung mit einer Partnergemeinde suchte, wurde in der Folge eine Arbeitsgruppe bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der röm.-kath. und evang.-ref. Kirchen sowie der Einwohnergemeinde Hünenberg eingesetzt. Im Vordergrund stand von Anfang an eine Partnerschaft mit einer Gemeinde in Osteuropa.

Nach vielen interessanten Bewerbungen aus dem Baltikum, Ex-Jugoslawien, Polen, der Slowakei etc. schlug die Arbeitsgruppe die slowakische Stadt Banska Stiavnica als Partnergemeinde vor. Gründe für diesen Entscheid waren vor allem die ähnliche Grösse (ca. 10‘000 Einwohnerinnen), die noch ländliche Struktur und die interessante Geschichte.

Wegen der architektonischen und kulturhistorischen Kostbarkeiten der Stadt und der Umgebung war Banská Stiavnica nämlich 1993 in das Verzeichnis des UNESCO-Kulturerbes aufgenommen worden. Die beiden Kirchen und der Gemeinderat stimmten dem Vorschlag der Arbeitsgruppe zu.

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Gemeindepräsident Hans Gysin (links) und ­Bürgermeister ­Marian ­Lichner ­unterzeichnen die Partnerschafts­urkunde.

Nach verschiedenen gegenseitigen Besuchen wurde im Jahr 2004 die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet – einmal in Hünenberg und einmal in Banska Stiavnica. Von 2004 bis 2009 war eine gemeindliche Arbeitsgruppe für die Pflege und Entwicklung der Partnerschaft besorgt.

Am 7. Mai 2009 wurde der Verein Partnerschaft Banská Stiavnica gegründet, der die Aufgaben der bisherigen Arbeitsgruppe übernahm und in erweitertem Rahmen fortführt. Der Verein strebt den Einbezug der Bevölkerung und die Verbreitung des Gemeindepartnerschafts-Gedankens an. Dem politisch und konfessionell neutralen Verein können natürliche und juristische Personen beitreten. Zwischen der Einwohnergemeinde Hünenberg und dem Verein besteht eine Leistungsvereinbarung.

Weitere Informationen zur Partnergemeinde  Banska Stiavnica

Marly, Kanton Fribourg

12Dem Gemeinderat war es von Anfang an wichtig gewesen, früher oder später mit einer Gemeinde in der französischsprachigen Schweiz eine Partnerschaft einzugehen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde vom Gemeinderat im Jahre 2008 eine Arbeitsgruppe eingesetzt mit dem Auftrag, einen Vorschlag für eine Partnergemeinde zu unterbreiten.

Die Wahl der Arbeitsgruppe fiel auf die freiburgische Gemeinde Marly, die unmittelbar an die Stadt Fribourg grenzt. Die gegenseitigen Behördenbesuche in Marly und Hünenberg und die weiteren Kontakte verliefen sehr positiv.

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Gemeindepräsidentin Regula Hürlimann und Jean-Pierre Helbling, Maire von Marly, nach der Unterzeichung der Partnerschaftsurkunde.

Nachdem beide Gemeinden bekräftigten, eine offizielle Gemeindepartnerschaft eingehen zu wollen, wurde die Partnerschaftsurkunde am 2. Oktober 2012 in Marly und am 3. November 2012 in Hünenberg feierlich unterzeichnet. Am 4. April 2013 wurde der Verein «Partnerschaft Hünenberg ZG – Marly FR» gegründet, der die Aufgaben im Zusammenhang mit der Partnerschaft wahrnimmt.

Der Verein strebt u.a. den Einbezug der Bevölkerung und der Schulen sowie die Verbreitung des Gemeindepartnerschafts-Gedankens an. Dem politisch und konfessionell neutralen Verein können natürliche und juristische Personen beitreten. Zwischen der Einwohnergemeinde Hünenberg und dem Verein besteht eine Leistungsvereinbarung.

Weitere Informationen zur Partnergemeinde  Marly

Autoren: Patricia Diermeier Reichardt, Guido Wetli
Fotos: Andreas Busslinger